Tag 12: Gallipolis, OH – Wheelersburg, OH

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Tag 12 hat sehr ungut begonnen. Aufgeweckt wurde ich nämlich von kräftigem Donnergrollen. Also erst einmal gemütlich fertig machen, ein bisschen skypen, gemütlich Frühstücken und Wetterbericht verfolge. Das Wetterradar zeigte schließlich, dass der gröbste Regen nach Osten abgezogen war, und der Himmel im Westen wurde auch langsam klarer, also ging es um halb neun in voller Regenmontur nach Westen. In Anbetracht des Schlechtwetters sollte es wieder nur ein eher kurzer Tag sein, etwa 88 km standen am plan. Direkt nach dem Losfahren kam auch schon der erste, richtig fette Regenguss, der aber nur 5 Minuten dauerte. Nach 10 Minuten kam wieder ein Guss, aber dann schien es sich auszurichten. Nach etwa 50 Minuten fahrt wurde es etwas mulmig, da Gewitter in unmittelbarer Nähe zur Strecke waren. Zum Glück waren sie nicht direkt an der Strecke, aber es reichte, um mich etwas nervös zu machen. Die Auswirkungen waren jedoch wieder richtig fette Regenschauer. Die Strecke selbst war relativ eben, einige Steigungen dabei, aber mit der Regenkleidung relativ angenehm zu fahren, zum Glück war es nicht wirklich kalt. Nach etwa 3 Stunden war es dann mit dem richtigen Regen vorbei, und es waren nur noch vereinzelte Schauer, die nicht weiter störten.
Was heute wieder störte, und womit ich dem Herrn Hieger jetzt eine Freude mache, waren die Hunde. Der erste war ein kleiner Kläffer, der dem Herrl davonlief. Der hat zwar noch laut „DOG, HERE!“ gerufen, aber das war dem Dog egal. Ich hatte den Pfefferspray da übrigens schon in der Hand und entsichert. Der zweite Hund war so ein Berner Sennenhundartiger, aber dem war ich zu schnell. Aber auch hier war ich schon Schussbereit. Die späte Rache folgte etwa 10 km vor dem Ziel. Und zwar ein Köter als Roadkill.
Ich habe mich sicher schon öfters über die Roadkills geäußert. Es handelt sich dabei, um tote Tiere, die auf der Straße liegen, und wo einfach drübergefahren wird, bis sie platt und trocken sind. Bei kleineren Tieren geht das, aber z.B. Rehe liegen dann längere Zeit im Straßengraben, bis sie wer wegbringt. Dass dies geschieht konnte ich heute auch beobachten. Ein Pick-Up mit Ladebordwand der Straßenverwaltung war zum Roadkillbeseitigen angerückt. Eigentlich ist das ja kein schönes Thema, aber ich sehe jeden Tag mindestens 10 Tiere, und zwar vom Eichhörnchen über Hunde, Katzen, Stinktiere, Oppossums, Rehe…, und irgendwie ist es halt kein schöner Anblick. Auf Fotos werdet ihr hier aber vergeblich warten, es gibt keine.
Die Gegend wird übrigens immer Radfahrtauglicher, heute war schon fast ein 20er-Schnitt drinnen, ich bin mir sicher, dass er am Regen gescheitert ist, weil im Regengewand fahrt es sich nicht so flott. Es wird auch langsam frühlingshaft, die Bäume sind grüner als im Osten, es riecht frisch, und es ist sehr grün. Vielleicht durch den vielen Regen? Morgen ist jedenfalls wieder Regen mit vereinzelten Gewittern angesagt. Die Amis kommen mir immer mit dem blöden Spruch „april showers brings may flowers“, den können sie sich langsam aber sicher behalten. Was mir momentan auch noch etwas Sorgen bereitet, sind die doch recht heftigen Tornadoreichen Stürme, die auf meiner geplanten Route ihr Unwesen treiben.
Ansonsten läuft es momentan sehr gut, die kurzen Etappen momentan sind einerseits durch Schlechtwetter, aber auch durch Knieschonung bedingt, es sollte bald mal ein 150er drinnen sein.
Einen kleinen Tipp kann ich zum Schluss noch geben: gestern habe ich meine Radflaschen gereinigt, das geht mit Kukident (bzw. dem amerikanischen Pendant) sehr gut, und ist deutlich billiger als die speziellen Flaschenreinigungstabs aus dem Outdoorhandel.
Ich hoffe auch, dass niemand böse ist, dass die Fotos immer ähnlich sind, aber ich sehe halt nicht viel mehr als Landschaft und mein Fahrrad. Und das Motiv „David nass“, „David trocken“, „David mit Sonnenbrille“ etc. wird es auch noch öfters geben…

Hier noch die Daten des heutigen Fahrtages:

Tagesentfernung: 88,60 km
Tour Gesamt: 1135,13 km
Fahrzeit(netto): 4:30:54
Fahrzeit(brutto): 5:39:24
Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,62 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 59,62 km/h

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