Tag 13: Wheelersburg, OH – Maysville, KY

Elevation Profile

Zu diesem Tag gibt es nicht wirklich viel zu sagen. Relativ wenig Höhenmeter, aber einen Schnitt der nicht sehr gut ist. Das sagt dem kundigen, dass ein richtig steifer Gegenwind war. In der Ebene waren Fahrgeschwindigkeiten von ca. 12 km/h drinnen. Los ging es ja noch bei relativ wenig Wind, und nachdem der Ohio wieder überquert war, und ich mich im 6. Bundesstaat meiner Reise, Kentucky, befand, waren etwa 30 leicht wellige Kilometer am Flussufer zu bewältigen. Durch den Wald, den es Zeitweise gab, war der Einfluss des Windes abgeschwächt. Am Höhenprofil sieht man, dass es dann auf eine etwas höher gelegene Ebene ging, dort pfiff der Wind richtig rein. Und nebenbei gab es am Anfang Regen, und bis etwa 40 km vor dem Ziel öfters leichte Regenschauer, so dass das Regengewand recht lange seinen Dienst versehen musste.
Besonderes gab es nicht auf der Etappe, bis auf die üblichen Hundesachen, wobei ich heute so knapp wie nie am Pfeffern war, der Köter ist seinem Herrl davon, und war auf ca. 4 m an mir heran, da kam ein Auto und hat ihn vertrieben.
Etwas was mich hier in den Staaten sehr stört, ist, dass es kaum Möglichkeiten für eine gepflegte Pause gibt. In Österreich, bzw. eigentlich überall in Mitteleuropa, gibt es in jedem Kuhdorf vor der Kirche ein Bankerl, vorzugsweise unter einem Baum. Hier gibt es zwar in jedem Dorf mehrere Kirchen, die zwar alle christlich sind, aber deren Unterschiede mir wohl auf ewig verborgen bleiben werden. Church of Nazrene, Lutheran Church, Presbyterian Church, Church of the holy spirit, Catholic Curch, wie auch immer die heißen, KEINE hat ein Bankerl. In Parks gibt es zwar meistens welche, aber Parks gibt es halt sehr wenige. Ich habe das Gefühl, dass durch die Automobilisierung der Gesellschaft der öffentliche Raum für solche Dinge nicht benötigt wird. Die Mentalität des Privatbesitzes dürfte solchen Rastplätzen auch nicht gerade zuträglich sein. Jetzt verbringe ich meine Pausen entweder im Stehen (neben der Straße), oder im Sitzen (auf der Leitplanke, wenn die nicht gerade nassgeregnet ist), oder auf einem Schotterhaufen sitzend (piekst, und muss auch trocken sein). Ich rate zukünften Nachahmern zu einer portablen Sitzgelegenheit, und wenn es nur ein aufblasbarer Polster ist.
Was auch etwas stört, und wo ich was dagegen tun muss, ist der Blick nach hinten. Nach hinten schauen mit dem schweren Gefährt ist nicht so einfach, ich werde mir jetzt einen Rückspiegel für den Helm besorgen, sobald ich wieder einmal an einem Radgeschäft vorbeikomme.
Heute geht eine Kaltfront über uns drüber, morgen ist daher mit kühlem, aber schönem Rückseitenwetter zu rechnen, und es sind 130 km geplant. Die Kilometerleistungen müssen jetzt langsam gesteigert werden, damit sich alles gemütlich ausgeht bis zum 30. Mai!

Hier noch die Daten des heutigen Fahrtages:

Tagesentfernung: 103,95 km
Tour Gesamt: 1239,08 km
Fahrzeit(netto): 6:26:00
Fahrzeit(brutto): 7:27:32
Durchschnittsgeschwindigkeit: 16,16 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 38,36 km/h

Kleines Detail am Rande: Das letzte Bild ist die Autoschlange vor dem McDonalds Drive-Thru…

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